Nach drei Niederlagen in Folge (einmal knapp und zweimal klar) ist die Fricker FU14 Juniorinnen am 5. November nach Goldau gereist um sich dem nächsten Gegner zu stellen.
Zwischenhalt war in Muri, wo die Jüngsten die eigene FU16 mehr oder weniger lautstark unterstütze und unsere beiden «Legionäre» Laura und Haylie abholte. Die Stimmung im Bus war auf beiden Teilstrecken hervorragend und die Hoffnung des Trainers lag darin, dass die Mädchen besser Handball spielen würden, als dass sie sangen.
In der Halle in Goldau bot sich das übliche Bild … der Gegner war grösser, wobei es diesmal auch gegnerische Spielerinnen hatte, die körperlich ebenbürtig waren. In der Tabelle lagen die Innerschweizerinnen mit zwei Punkten vor den Frickerinnen, die Resultate der HSG Mythen-Shooters liessen aber Hoffnungen auf ein Erfolgserlebnis für die Füchse zu. Die Frickerinnen wollte das, worauf sie sich in den letzten 3 Wochen im Training konzentriert hatten, umsetzen - gute Täuschungen zeigen und in der Verteidigung ordentlich zulangen. Um es vorwegzunehmen, das mit dem ordentlich zulangen, werden wir wohl weiterhin anschauen müssen.
Der Start in die Partie gelang sehr gut. Laura und Haylie sorgten zu Beginn des Spiels für die Tore und brachten uns schnell mit 3 Längen in Führung. Ab der 10. Minute lief dann auch Clara zur Galaform auf und sorgte dafür, dass sich der Gegner nicht nur auf den Fricker Rückraum konzentrieren konnte. 8 Tore vom rechten Flügel waren am Schluss ihre Ausbeute und dies aus lediglich 9 Versuchen; da wächst am Flügel ein echtes Problem für zukünftige Gegner heran. Bis zur Pause pendelte sich die Fricker Führung bei 3 – 4 Toren ein, die erste Halbzeit wurde beim Stand von 19:22 für die Frickerinnen abgepfiffen.
Dass die zweite Halbzeit hart werden würde, war den Füchsinnen bewusst. Laura und Haylie hatten schon 50+ Minuten bei der FU16 gespielt und auch das knappe FU14 Kader an diesem Tag (4 Absenzen) liess nicht viele Pausen für diese beiden Spielerinnen zu. Erste Ermüdungserscheinungen waren schon zum Ende der ersten Hälfte zu sehen, nachlassende Konzentration und vermehrte Fehleranfälligkeit waren die logischen Konsequenzen. Weiterkämpfen und durchbeissen war angesagt um hier in Goldau ein Erfolgserlebnis zu buchen.
Die zweite Spielhälfte war sehr gut, solange die Luft bei den Führungsspielerinnen reichte. Auch wenn mit Clara nun eine weitere Spielerin den «Knopf» aufgemacht hat, fehlen uns für die Entlastung der «Erfahrenen» im Moment schlicht das Personal mit der notwendigen Erfahrung. Die FU14 hat hervorragende Zukunftsaussichten, sind doch die allermeisten Spielerinnen noch 2 oder mehr Saisons dabei, gleichzeitig sind die körperlichen Unterschiede in diesem Alterssegment schon beträchtlich und es macht einen Unterschied, ob man mit 2 Spielerinnen mit Jahrgang 2009 antreten kann oder mit 6 wie die Mythen-Shooters am Samstag oder mit 12 wie die SG Emmen eine Woche davor.
Nach 45 Minuten waren die Akkus endgültig leer - die notwendigen Wege wurden sowohl im Angriff wie auch in der Verteidigung nicht mehr gelaufen. Im Angriff zeigt sich dies deutlich durch einen Blick auf den Spielverlauf, von den 30 Toren, welche Laura und Haylie zusammen geworfen haben, fielen 27 in den ersten 45 Minuten. In den letzten 10 Minuten ging gerade noch ein Tor auf das Konto dieser beiden. Statt diese schmerzhaften Meter zu gehen, wurden nun vermehrt Alibi-Pässe gespielt, welche Beute der Gegnerinnen wurden und Mal für Mal in Gegenstoss-Tore umgemünzt wurden - so kam es, wie es kommen musste. In der 52. Minuten gelang der HSG Mythen-Shooters der Ausgleich zum 37:37 und kurz darauf lag das Heimteam zum ersten Mal vorne. Für die Fricker Tore in den Schlussminuten mussten Andere sorgen, Clara und Sofia sprangen da in die Presche und konnten uns zumindest den einen Punkt sichern … der Punkt, welcher auch hätte in doppelter Ausführung nach Frick reisen können, wenn das Spiel nur 1 Sekunde länger gedauert hätte. Den unmittelbar nach dem Schlusspfiff lag der Ball nochmals im Tor des Heimteams ohne dass dieser Treffer Anerkennung durch den Schiedsrichter erlangt hätte.
Auf dem Platz gab es Tränen der Enttäuschung auf Fricker Seite – diesmal waren wir dem ersten Sieg in der Interklasse wirklich sehr, sehr nahe und angesichts der Umstände (Abwesenheiten, vorherige Belastung für Schlüsselspieler), wäre ein Sieg noch viel höher zu gewichten gewesen. Aber Enttäuschung wich schnell der Vorfreude, dass am Spaghetti-Plausch ein Gegner in Frick sein wird, den wir schlagen könnten und werden. Zudem wartet am nächsten Samstag im ersten Heimspiel der Saison ein Gegner auf uns, der gegen die HSG Mythen-Shooters verloren hat, dies lässt uns mit Zuversicht in die nächste Woche gehen.
Auf dem Heimweg war die Stimmung im Bus schnell wieder so, dass man als Trainer froh war, keinen Chor zu leiten. Ein Halt im McDonald’s führte zu einer kurzen Erholung für die Ohren – Mädels, das habt ihr gut gemacht (das mit dem Handballspielen) und wegen dem Gesang naja, wegen dem Singen kommt bei uns keiner in die Halle.
HSG Mythen-Shooters – TSV Frick FU14 41:41 (19:22)
Für Frick im Einsatz:
Clara (8), Corinne, Ellen (TH: 15%), Federica, Haylie (16), Johanna, Laura (14), Sofia (1), Yara
Es fehlten:
Chiara (verhindert), Hanna (verhindert), Olivia (verletzt), Sumaya (krank)










